- Beiträge der Kulturgruppe -

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„Kunststoffdesign im Alltag, Klasse & Masse"

 

Mit 17 Personen fuhren wir nach Oberhausen zur Kunststoffausstellung im Peter-Behrens-Bau, ein ehemaliges Lagerhaus des Hüttenwerks Oberhausen.

Hier lagern u.a. in fünf Etagen Ausstellungsobjekte der verschiedenen LVR Museen.

Kunststoff – können wir uns unseren Alltag ohne Kunststoff vorstellen? Ungeahnte Möglichkeiten der Gestaltung ergeben sich – vom Volksempfänger, Telefon, Föhn, Bobby Car, Computer, Tupper-Ware und sogar ein Fahrrad wurde aus Kunststoff in Schweden hergestellt, was sich aber als Flopp erwies. Selbst ein Trabbi steht zur Ansicht in der Ausstellung.

Überall im Alltag begegnet uns Kunststoff, beim Sitzen, Fahren, Sprechen, Hören, Schreiben, der Kleidung usw. - alles wird in der Ausstellung gezeigt, denn Kunststoff lässt sich in jede Form bringen. Für Designer ein hervorragendes Produkt.

Aber wir müssen auch hier an die Entsorgung des Produktes denken, an Mikroplastik im Trinkwasser und die Vermüllung der Weltmeere. Auch das wird in der Ausstellung angesprochen.

Unser Führer Ingo Dämgen ermöglichte uns auch einen Blick vom fünften Stock des Gebäudes über das Centro, Oberhausen, Mülheim und Essen. Ebenfalls konnten wir einen Blick in die Ausstellung über Peter Behrens, den Architekten und Designer werfen.

Zum Abschluss dieser interessanten Ausstellung trafen wir uns zu Kaffee und Kuchen im Restaurant von Schloss Oberhausen.

Roswitha Passmann

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 Die Bilder sind bei einem Besuch der Kunststoffausstellung im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen aufgenommen worden.

 

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Das Leder- und Gerbermuseum eröffnete im September 2003. Bei unserem letzten Kulturgruppentreffen stellten wir fest, dass doch eine ganze Reihe der Anwesenden dieses Museum noch nicht kannten oder der Besuch schon lange zurück lag.

17 Damen und Herren waren es, die das Museum besuchten. Frau Prohl begrüßte uns und führte uns zurück in die vorindustrielle Zeit Mülheims, der Stadt, die auf 350 Jahre der Lederherstellung verweisen konnte. Die Ruhr und eine große Anzahl Bachläufe, die ausgedehnten Eichenwälder, deren Rinde der Gerbstoff, die Lohe, lieferten, waren der ideale Standort für die Ansiedlung von Gerbereien, zumeist Familienbetriebe.

Das Gerberhandwerk und die spätere industrielle Fertigung von Leder wurde zum bedeutsamen Wirtschaftsfaktor für Mülheim und die Stadt wurde in der  ganzen Welt bekannt – sogar im Kreml saß man auf Stühlen mit Leder bezogen aus Mülheim. 1924 gab es 52 Lederfabriken in Mülheim - wie z. B. Lindgens, Abel, Möhlenbeck, Hammann.

Mit der Zeit der Einführung von Kunststoffen verlor die Fertigung von Leder ihre Bedeutung und die immer strengeren Umweltauflagen brachten die Lederfertigung in Mülheim zum Erliegen.

Beim Rundgang durch das Museum konnten wir erfahren, wie Leder sich anfühlt. Es wurden die verschiedensten Leder gezeigt, auch Fisch- und Schlangenleder. In einem Film wurden die Gerbung und Verarbeitung der in den Fabriken ankommenden Felle erläutert: „Von der Kuh zum Schuh“.

Ausgestellt sind viele Produkte aus Leder – u.a. Schuhe, Stiefel, Pickelhauben, Sattel, Taschen usw.

Es war wieder ein interessanter Museumsbesuch – und dass ganz in unserer
Nähe - in unserem „Dorf Saarn“.

Roswitha Passmann

 

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Insgesamt 13 Damen und Herren unseres Netzwerkes besuchten das Museum Küppersmühle. Mit Bus und Straßenbahn ging es mit mehrmaligem Umsteigen nach Duisburg. Das Museum liegt am Innenhafen und ist ein rotes historisches Backsteingebäude, ein Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert. Bis1972 wurde dort die Mühle noch betrieben und von 1997 bis 1999 zum Museum umgebaut.

Nach vierjähriger Bauzeit wurden zwei unterschiedlich hohe Gebäude miteinander verbunden und so das bestehende Museum um 2500 qm auf ca. 6000 qm Ausstellungsfläche erweitert. Die zwischen den Gebäuden befindlichen historischen Silos wurden mit ins Museum aufgenommen. Besonders interessant ist das spektakuläre Treppenhaus.

Im vorderen älteren Teil des Museums finden wir die aktuelle Ausstellung „Weil ich Mensch bin“ von Martin Assig. Seine Arbeiten handeln von Lebenslust, der Endlichkeit des Lebens, den eigenen Erfahrungen von Bedrohung. An rund 400 Werken entlang wird der Besucher geführt, u.a. an kleinformatigen Papierarbeiten, Seine Werke behandeln die Zeit von 1990 bis heute.

Im Neubau liegt der Schwerpunkt auf deutschen Künstlern, ergänzt durch einige Werke europäischer Künstler mit ihren Werken seit der Nachkriegszeit ab ca. 1950.
Hier finden wir u. a. Werke von Gerhard Richter, Georg Baselitz, Karl Otto Götz, Markus Lüpertz und vielen mehr und auch von Otto Hajek und dem Mülheimer Künstler Heinrich Siepmann.
Stundenlang hätte man sich im Museum aufhalten können.

Wir trafen uns zum Abschluß im Restaurant am Museum und fuhren nach einer Stärkung mit Bus und Bahn wieder zurück nach Mülheim.

Roswitha Passmann

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Die Bilder sind bei einem Besuch des Museums Küppersmühle der Sammlung Ströher und des Künstlers Martin Assig aufgenommen worden.

 

 

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